Immunsystem wappnen für die Herbst- und Winterzeit

So wie wir uns gegen die kalte, nasse und ungemütliche Jahreszeit wappnen und dick einpacken oder viel frisches Obst und Gemüse essen, so können wir auch für unsere Tiere einiges tun!

Ein kleiner Mops eingewickelt in einer Decke sitzend auf einem WEg

So wie wir uns gegen die kalte, nasse und ungemütliche Jahreszeit wappnen und dick einpacken oder viel frisches Obst und Gemüse essen, so können wir auch für unsere Tiere einiges tun!

Wie genau sieht dies aus? 

1. Kotuntersuchung

Sammelkotprobe über 3–5 Tage nehmen, um abzuklären, ob Endoparasiten herumwuseln. Damit der Körper nicht zu sehr belastet oder die Darmflora geschädigt wird und um Resistenzen zu vermeiden, sollte nur bei positiven Wurmbefall entwurmt werden. Dies kann mit einer Probe, die ich für Euch in ein Labor sende, abgeklärt werden.

2. Blutbild

Jährliches Blutbild bestimmen lassen, um Parameter, die aus dem Gleichgewicht gekommen sind, sofort erkennen und ggf. gegensteuern zu können. So wie wir Menschen zur Vorsorgeuntersuchung gehen, sollten auch unsere Tiere eine gute Prophylaxe erhalten! In einem Basic Screen, können so schnell u. a. Leber,- Bauchspeicheldrüsen,- und Nierenwerte, Calcium und ein großes Blutbild bestimmt werden.

3. Fellwechsel

Der Fellwechsel ist für unsere Haustiere, gerade für die „älteren Semester“ oder Kranken, immer recht kräftezehrend und das Immunsystem kann dadurch geschwächt werden. Neben gutem Ausbürsten der Haare, um auch Juckreiz oder Hitzestau zu vermeiden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Immunsystem aufrecht zu halten.

In meiner Praxis arbeite ich viel mit Vitalpilzen, die das Immunsystem stärken und modulieren, essentielle Aminosäuren werden hinzugefügt. Ein rohes Eigelb (ohne Eiweiss!) kann für eine erhöhte Biotinzufuhr 2x/Woche ebenso verfüttert werden.

Wer zusätzlich etwas tun möchte, oder dessen Tier schon angeschlagen ist, der kann eine 40-Tage-Intensivkur starten und über das Futter Gladiator Plus und Zellmillieu 2 verabreichen. Mit dem Gutscheincode meiner Praxis XGP2901 erhaltet ihr einen kleinen Rabatt. Weitere Informationen gibt es hier: http://xgp2901.gladiatorplus.com/

Das ist übrigens nicht nur für Hunde oder Katzen sinnvoll, sondern auch Pferde und Heimtiere!

4. Parasiten

Parasiten wie Zecken, Flöhe oder Herbstgrasmilben tummeln sich gerne in Gräsern und im Dickicht. Beobachtet Euer Tier, sammelt die Herbstgrasmilben nach jedem Gassigang oder Ausritt ab (kleine orangefarbene Pünktchen, die gut mit dem Auge erkennbar sind und sich meist an den Beinen und Bauch aufhalten). Oft kommt es durch die Bisse zu Entzündungen oder allergischen Reaktionen. Es gibt viele natürliche Repellentien (zur Abwehr von Ektoparasiten), die gegen diese Lästlinge angewandt werden können. Ich arbeite gerne mit einer Mischung aus Kokosöl und ätherischen Ölen, die ich selbst zusammenmische. Gerne kann ich Euch hierzu beraten, was für Euer Tier am sinnvollsten eingesetzt werden kann.

Für kleine allergische Reaktionen oder um den Juckreiz zu mildern, eignet sich ein Betupfen mit kolloidalem Silber oder reinem Lavendelöl (Young Living) sehr gut.

5. Frisches Obst und Gemüse

So wie wir gerne frisches Gemüse und Obst essen, um den erhöhten Vitaminbedarf in der kalten Jahreszeit zu decken, so könnt ihr Euren Tieren auch etwas Gutes tun, in dem ihr, sofern ihr barft, regional einkauft. So kann gerne mal etwas Kürbis oder Apfel püriert werden, um den Hund mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Eingeweichte Leinsamen helfen nicht nur einem übersäuerten Magen, sondern liefern eine hervorragende Omega-3 Fettsäuren Quelle. Ebenso können wechselnde Öle wie Borretschöl oder Hanföl für glänzendes Fell sorgen, Entzündungen hemmen und das Herz-/Kreislaufsystem unterstützen. Vitamin C muss beim Hund oder der Katze übrigens nicht extra supplementiert werden, unsere Haustiere sind in der Lage, dieses selbst herzustellen.

6. Krallen schneiden

Eine gute „Mani- und Pediküre“ kann vor Krallenabriss oder schlechter Haltung (und deren Folgen wie Arthritis/Arthrose) wahren! Schaut Euch die Krallen Eurer Wauzel an und schneidet sie ggf. nach. Einen Post hierzu findet ihr auf meiner Facebook Seite (im Lupenfeld rechts oben „Kralle“ eingeben).
Bei Frost und Eis empfehle ich Euch für trockene oder gar eingerissene Ballen das Pfotenbalsam: http://tierheilpraxis-rheinmain.de/rezept-pfotenbalsam/

7. Richtige Kleidung

Alte und vor allem kranke Hunde (insbesondere diejenigen, die am Harn- und Geschlechtsapparat erkrankt und z. B. niereninsuffizient sind), sollten im kalten und frostigen Winter einen Mantel tragen. Auf der Hundewiese wird dieses Thema oft heiß diskutiert. Wird der Hund dadurch zur „Anziehpuppe“ und zu vermenschlicht? Wenn man sich aber anschaut, wie unsere Hunde heutzutage leben – nämlich eingekuschelt vor dem Kamin oder Sofa und in der Regel nicht mehr im Zwingerb – ist der Temperaturunterschied doch recht groß, wenn es dann ins nasskalte Wetter nach Draußen geht.

Meine Empfehlung ist daher, den Hund zu beobachten. Ist er unruhig im Auto, wenn es zum Spaziergang geht, oder liegt er entspannt auf der Rücksitzbank? Zittert er sogar?

Hunde, wie z. B. der Beagle und alle Windhunderassen, besitzen keine Unterwolle. Auch ältere und kranke Hunde (z. B. diejenigen, die Gelenkprobleme haben, chronische Schmerzen, Urogenitalerkrankungen) sollten ebenfalls im Winter eingepackt werden.

Habt ihr Fragen zu den genannten Themen?
Sprecht mich einfach an!

Zum Abschluss gibt es noch ein glutenfreies Kürbisrezept für Eure Vierbeiner: http://tierheilpraxis-rheinmain.de/rezept-glutenfreie-kuerbis-leckerlis-fuer-hunde/

Einen schönen herbstlichen Wochenstart!

Eure Corinna

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